Telefon 0512-2112-7406

Fax 0512-2112-7408

ordination.millonig[@]sanatorium-kettenbruecke.at

Sennstrasse 1, Ebene E, 6020 Innsbruck

Kapselendoskopie

Mit den klassischen Endoskopien (Magen- und Darmspiegelung) ist der Facharzt in der Lage, ungefähr den ersten Meter des Magendarmtraktes, nämlich Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm, und den letzten Meter, nämlich Dickdarm und das letzte Stück des Dünndarms, zu betrachten.

Dazwischen liegen jedoch ungefähr weitere 5 Meter Dünndarm, die weder von der einen noch von der anderen Seite mit dem Endoskopieschlauch erreichbar sind.

Um die Schleimhaut dieses mittleren Darmabschnitts betrachten zu können, wurde die sogenannte „Kapselendoskopie“ entwickelt.

 

Bei der Kapselendoskopie sind eine Kamera und eine Lichtquelle in Miniaturformat in eine Kapsel von Tablettengröße verpackt.

 

Der Patient schluckt die Kapsel mit einem Schluck Wasser und die Kamerakapsel wandert nun über die nächsten Stunden durch den Magen-Darm-Trakt. Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei und verursacht keine Beschwerden.

Während die Kapsel nun durch den Magen-Darm-Trakt wandert, nimmt sie über bis zu 12 Stunden hindurch mehrere Bilder pro Sekunde von der Darmschleimhaut auf und speichert diese.

 

Am Ende der Darmpassage wird die Kapsel wieder aufgefangen, die gespeicherten Bilder werden ausgelesen und vom Arzt befundet.

Am häufigsten wird eine Kapselendoskopie eingesetzt, wenn es darum geht, versteckte Blutungsquellen im Dünndarm aufzuspüren. Ein anderer Grund für den Einsatz der Kamerakapsel ist die Suche nach einem reinen Dünndarmbefall bei Morbus Crohn.

 

Vorbereitung für die Kapselendoskopie:

Vor jeder Kapselendoskopie muss eine konventionelle Spiegelung (Magen und Darm) stattgefunden haben, denn vielleicht ist ja damit bereits die Diagnose und auch eine Therapie möglich.

Für die Kapselendoskopie ist es notwendig, eine Darmreinigung wie für eine Darmspiegelung durchzuführen.  Oft wird daher die Kapsel auch direkt im Anschluss nach einer klassischen Darmspiegelung verabreicht, damit dem Patienten eine wiederholte Abführprozedur erspart bleibt.

Während der Untersuchung:

Sobald Sie die Kapsel geschluckt haben, können Sie nach Hause gehen und bekommen die Information mit, ab wann Sie trinken und essen dürfen. Außerdem bekommen Sie ein Auffanggerät für die Kapsel mit.

Nach der Untersuchung:

Sobald Sie die Kamerakapsel ausgeschieden haben und bei uns vorbeibringen, werden die Daten ausgelesen und am Tag darauf bekommen Sie den Befund.     

zurück zur Übersicht Endoskopie